Wie hoch ist mein Eigenverbrauch und wie kann ich ihn erhöhen?

Der Eigenverbrauch ist einer der wichtigsten Faktoren für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage. Er beschreibt den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im Haushalt genutzt wird.
Was bedeutet Eigenverbrauch genau
Eigenverbrauch ist der Strom, der im Haushalt genutzt wird, ohne vorher ins öffentliche Stromnetz eingespeist zu werden. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Stromkosten und erhöht die Unabhängigkeit vom Energieversorger.
Typische Eigenverbrauchswerte
-> Haushalt ohne besondere Steuerung
- ca. 25 bis 30 Prozent
-> mit bewusster Nutzung tagsüber
- ca. 35 bis 45 Prozent
-> mit Stromspeicher und Energiemanagement
- bis zu 60 oder sogar 70 Prozent
Konkretes Rechenbeispiel
Erzeugt die Anlage 5.000 Kilowattstunden pro Jahr:
-> bei 30 Prozent Eigenverbrauch
- 1.500 Kilowattstunden selbst genutzt
-> bei 60 Prozent Eigenverbrauch
- 3.000 Kilowattstunden selbst genutzt
Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde ergibt das eine jährliche Ersparnis von rund 525 bis über 1.000 Euro.
Eigenverbrauch gezielt erhöhen
Waschmaschine, Geschirrspüler oder Trockner können tagsüber laufen, wenn die Sonne scheint. Auch die Warmwasserbereitung über eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto bietet großes Potenzial. Intelligente Energiemanagementsysteme unterstützen dabei, den Solarstrom optimal zu nutzen.
Rolle des Stromspeichers
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch zusätzlich, da überschüssiger Strom zwischengespeichert und später genutzt werden kann. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Verbrauch, Anlage und Speichergröße.
Fazit
Ein hoher Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Mit einfachen Maßnahmen und guter Planung lässt sich der Nutzen der Photovoltaikanlage deutlich steigern.